Gesundheitstipps

Aktuelle Tipps zur Gesundheit

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Richtig Blutzuckerbestimmen
Für die Blutzuckerselbstkontrolle ist die Blutentnahme unerlässlich. Menschen mit Diabetes entnehmen sich daher regelmäßig mit einer Stechhilfe das Blut. Viele empfinden dies als schmerzhaft, da sie fälschlicherweise das Blut direkt in der Mitte der Fingerbeere abnehmen und nicht wie empfohlen seitlich der Fingerbeere.

Um dem Schmerzempfinden vorzubeugen, geben wir Ihnen hier ein paar Anregungen und verraten Tricks, wie Sie aus dem Stechen an der seitlichen Fingerbeere ein sanftes "Clicken" machen. Zunächst geben wir Ihnen ein paar Hinweise, was Sie bei der Blutgewinnung beachten sollten.

Jede Haut ist anders

Um beim Stechen die ausreichend durchbluteten Stellen in der Haut zu erreichen, muss die Lanzette die oberste Hautschicht (Oberhaut, Epidermis) durchstoßen. Die Oberhaut an Händen und Fingern ist jedoch von Mensch zu Mensch verschieden und durch äußere Einwirkungen wie Arbeit im Garten oder handwerkliche Tätigkeiten stellenweise verstärkt. Die Dicke der Hornschicht kann durch diese verschiedenen Einflüsse an den Fingerspitzen von 0,05 bis 1,0 Millimeter variieren. Die darunter liegende Keimschicht ist zwischen 0,1 und 0,2 Millimeter dick. Auch hierin befinden sich noch keine Blutgefäße, aber bereits erste Nervenendigungen, die auf mechanische und chemische Reize sowie auf Temperaturreize reagieren.

Um eine Stelle mit ausreichender Blutversorgung zu erreichen, muss eine Stechhilfe also Einstichtiefen zwischen insgesamt 0,15 Millimeter und 1,2 Millimeter möglichst exakt und damit für die jeweilige Person möglichst schmerzarm durchstoßen. Denn erst die darunter liegende Hautschicht, die Lederhaut, enthält kleinste Blutgefäße.

Tipps für eine korrekte Blutentnahme

So geht die Blutgewinnung leicht von der Hand und Sie kommen zu richtigen Messergebnissen.

  • Legen Sie alle Messutensilien wie Blutzuckermessgerät, Teststreifen, Stechhilfe mit Lanzette und Tagebuch zurecht.
  • Hände wärmen: Vor der Blutentnahme sollten Ihre Hände nicht zu kalt sein. Die austretende Blutmenge reicht sonst nicht immer für die Messung aus. Massieren Sie die Finger leicht und fördern Sie so die Durchblutung.
  • Hände waschen: Waschen Sie sich vor der Blutentnahme die Hände. Sonst können Zuckerreste (zum Beispiel von Obst) an den Fingern zu hohe Blutzuckerwerte vortäuschen. Wenn Sie die Finger mit warmem Wasser waschen, verbessern Sie außerdem die Durchblutung. Achten Sie bitte auch darauf, dass Ihre Hände gut abgetrocknet sind. Desinfizieren Sie Ihre Hände nicht. Nur in Ausnahmefällen, wenn Sie zum Beispiel mit Schmutz verbundene Arbeiten ausführen und die Reinigung der Hände vor Ort nicht möglich ist, können Sie Alkoholtupfer Benutzen. Lassen Sie den Alkohol vollständig verdunsten. Sonst vermischen sich Alkohol und Blut, was zu falschen Messergebnissen führen kann.
  • Hände massieren: Nach dem Stechen dauert es häufig etwas, bis das Blut austritt. Haben Sie Geduld und massieren Sie den Finger sanft von der Handfläche bis zur Fingerkuppe. Dieses leichte Pressen ist erlaubt. Da kaum Gewebsflüssigkeit austritt, besteht auch nicht die Gefahr falscher Messergebnisse. Sie können also schon mit dem ersten Blutstropfen Ihren Blutzucker messen.

Tipps für eine schmerzärmere Blutgewinnung

Sie können "allerhand" dafür tun, dass die Blutgewinnung weitgehend schmerzfrei ist. Hier ein paar kleine Tricks mit großer Wirkung.

  • Entnehmen Sie Blut an der Seite der Fingerbeere. Dort ist eine starke Blutversorgung gewährleistet, das Schmerzempfinden jedoch sehr gering.
  • Entnehmen Sie regelmäßig an unterschiedlichen Fingern Blut. Rechtshänder sollten sich zum Beispiel auch an den Fingern der rechten Hand piksen. Durch das Wechseln entstehen weniger Verhornungen, die die Blutgewinnung erschweren.
  • Entnehmen Sie das Blut bevorzugt seitlich an der Fingerbeere von Mittel-, Ring- und kleinem Finger. An Daumen und Zeigefinger stören kleinste Verletzungen, weil wir mit diesen Fingern viel greifen.
  • Drücken Sie die Stechhilfe bei der Blutentnahme fest auf die Haut auf. So können Sie die Einstichtiefe und das damit verbundene Schmerzempfinden reduzieren.
  • Drücken Sie die betroffene Hautstelle nach der Blutentnahme circa 30 Sekunden fest zusammen. Dadurch verhindern Sie eine Nachblutung, die zu kleinen Blutergüssen und damit zu Schmerzen führen kann.
  • Es empfiehlt sich, die Lanzetten der Stechhilfe vor jeder Blutentnahme zu wechseln.

Weil Ihre Hände es Ihnen wert sind…

Ihre Hände werden bei der Blutgewinnung regelmäßig "gepiesackt". Warum gönnen Sie ihnen nicht einmal eine Extraportion Pflege? Wir empfehlen ein Wohlfühlprogramm vom Handbad bis zur Maniküre.

Beginnen Sie damit, Ihre Hände mit einem lauwarmen, öligen Pflegebad (zum Beispiel aus einem Esslöffel Oliven- oder Mandelöl in warmem Wasser) zu verwöhnen. Das Handbad sollte aber nicht zu lange dauern. Das trocknet die Haut aus. Trocknen Sie die Hände danach gut ab – vor allem zwischen den Fingerzwischenräumen. Mit einem Peeling, zum Beispiel aus Olivenöl, Meersalz und flüssigem Honig, können Sie die Hautstruktur an den Händen anschließend verfeinern. Raue Stellen und Verhornungen verschwinden hierdurch. Achten Sie aber darauf, dass Sie die Haut nicht zu sehr scheuern.

Tragen Sie dann mit einer Handmaske ruhig einmal dick auf. Verwenden Sie dazu eine Gesichtsmaske, zum Beispiel mit Vitamin E, und wickeln Sie Ihre Hände darüber mit Frischhaltefolie ein. Nach zehn Minuten Einwirkzeit haben Sie echte "Samtpfötchen". Wer abschließend noch eine Maniküre machen möchte, sollte ein Nagelfeile benutzen. Mit Nagelscheren kommt es leicht zu Verletzungen, die zu Infektionen führen können. Zudem sollten sie darauf verzichten, die Nagelhäutchen zurückzuschieben.

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